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DRK - Kreisverband Rhein - Lahn e.V.

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Die Geschichte des Roten Kreuzes

"Das Werk ist gegründet.
Ich war nur ein Werkzeug in der Hand Gottes.
Nun ist es an anderen,... es weiter zu halten!"

Zitat des Rotkreuz-Gründers Henry Dunant (1828 - 1910)

Das Zeichen des Roten Kreuzes ist eine Umkehrung der Schweizerischen Flagge zu Ehren des in Genf geborenen Henry Dunant dem Gründer des Roten Kreuzes. 1876 wurde der rote Halbmond als zusätzliches Zeichen in den islamischen Ländern eingeführt.

Bereits 1864 unterzeichneten zwölf Staaten einen Vertragsentwurf des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz:
- „zur Verbesserung des Schicksals der Verwundeten Soldaten der Armeen im Felde“

Im Jahr 1949 wurden drei weitere Abkommen mit aufgenommen:

  • „zur Verbesserung des Loses der Verwundeten und Kranken und Schiffbrüchigen der Streitkräfte zur See“
  • „über die Behandlung von Kriegsgefangenen“
  • „zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten“

Heute erinnert ein Denkmal des Roten Kreuzes in einem Park oberhalb des Dorfes an die Geburtsstunde dieser Organisation. 77 Nationen, deren Namen in Steine aus den jeweiligen Ländern gehauen sind, bekunden ihre Zugehörigkeit zum humanitären Gedanken Dunants. Alljährlich besuchen Hunderttausende das Dorf Solferino - den ideellen Mittelpunkt des Roten Kreuzes.

Mit der Genfer Konvention vom Jahre 1864 wurde das rote Kreuz als internationales Zeichen festgelegt. Die so gekennzeichneten Personen (Ärzte, Pflegepersonal) und Einrichtungen (Lazarette, Krankenhäuser, Krankenwagen, Lazarettzüge usw.) gelten im Krieg als neutral, das heißt, es dürfen an ihnen keine kriegerischen Handlungen, wie Gefangennahme oder Beschießung, vorgenommen werden.

In fast allen Ländern gibt es heute Vereine vom Roten Kreuz; sie haben sich auch die Betreuung der Kriegsgefangenen zur Aufgabe gemacht. Sitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz ist Genf; der Gründer dieser Organisation ist Henry Dunant.

Henry Dunant, der von 1828 bis 1910 lebte, war ein Schweizer Menschenfreund. Er war zufällig Zeuge der Schlacht von Solferino gewesen und wies als erster die Welt auf das Elend der Kriegsverwundeten auf dem Schlachtfeld hin. Mit unendlicher Mühe gelang es ihm, Vertreter aller Völker dazu zu veranlassen, einen Vertrag über die Schonung aller Kriegsverwundeten zu unterzeichnen. Dieser Vertrag aus dem Jahr 1864 wird "Genfer Konvention" genannt.

Das "Rote Kreuz" umfasst auch eine Reihe von Einrichtungen, die sich in Friedenszeiten der Krankenpflege und der Betreuung Hilfsbedürftiger widmen und zahlreiche öffentliche Beratungsstellen (zum Beispiel auf Bahnhöfen) unterhalten.

Die Schlacht von Solferino

Solferino, ist ein kleiner Ort in Oberitalien, knapp 10 km südlich vom Gardasee gelegen schrieb um 1859 Geschichte. Nicht nur, dass dort im Jahr 1859 die bislang blutigste Schlacht geschlagen worden war, sondern hier wurde auch die Idee einer der heut bekanntesten Organisationen geboren: dem „roten Kreuz“

In der lombardischen Tiefebene bei Solferino, Marschierten am 24. Juli 1859, Französische und Italienische Truppen gegen die Österreichische Besatzungsmacht, des heutigen Norditaliens vor. Hier erfuhr Kaiser Franz Josef von Österreich seine erste Niederlage bei einer Schlacht die er selbst kommandierte. An diesem Tag gab es auf beiden Seiten mehr als 40.000 Tote und Verletzte.
Zusammen mit dem Ortsgeistlichen und Freiwilligen des Dorfes leistete Henry Dunant Hilfe für die auf dem Schlachtfeld zurückgelassenen Verletze. Ohne diese Hilfe wären sie zum sterben verdammt gewesen.

Zitat von Henry Dunant

... Geschlossene Kolonnen drängen gegeneinander mit dem Ungestüm zerstörender Wildbäche, die alles vernichten, was ihnen im Wege steht. Französische Regimenter greifen in Schützenlinien die österreichischen Massen an, die immer neue Verstärkungen erhalten, immer zahlreicher und immer drohender werden und die, Mauern aus Erz gleich, dem vorstürmenden Gegner Widerstand leisten. Divisionen legen die Tornister ab, um den Feind besser mit dem Bajonett angreifen zu können. Ist ein Bataillon zurückgeworfen, wird es sofort durch ein neues ersetzt. Um jeden Hügel, jede Erhebung, jeden Felsvorsprung wird hartnäckig gekämpft. Leichenhaufen liegen auf den Höhen und in den Hohlwegen. ...

An anderer Stelle wütet ein ähnlicher Kampf. Er wird noch schrecklicher durch das Nahen einer Reiterschwadron, die im Galopp anstürmt. Die Pferde zertreten mit ihren beschlagenen Hufen Tote und Verwundete. Einem armen Blessierten wird die Kinnlade fortgerissen, einem anderen der Kopf eingeschlagen, einem dritten, den man hätte retten können, die Brust eingedrückt. In das Wiehern der Pferde mischen sich Verwünschungen, Wutschreie, Schmerz - und Verzweiflungsrufe. Den Reitern folgt in gestrecktem Lauf bespannte Artillerie. Sie bahnt sich ihren Weg über Tote und Verwundete, die auf dem Boden liegen. Gehirn spritzt aus den zerplatzenden Köpfen, Glieder werden gebrochen und zermalmt, Körper werden zu formlosen Massen. Die Erde wird buchstäblich mit Blut getränkt. Und die Ebene ist übersät mit unkenntlichen Resten von Menschen ...

... Sollte nicht der Anblick der jungen Invaliden, die einen Arm oder ein Bein verloren haben, und die traurig nach Hause zurückkehren, Gewissensbisse bei uns erwecken oder zum mindesten ein Bedauern, dass wir nicht alles versucht haben, um den verderblichen Folgen von Wunden zu begegnen, die durch schnelle und wirksame Hilfe noch hätten geheilt werden können? ...

... Das Personal der Feldlazarette reicht niemals aus; selbst wenn es doppelt oder dreimal so stark wäre, könnte dies doch nicht genügen, und so wird es auch immer bleiben. Daher ist es unvermeidlich, dass man auf die Hilfe der Bevölkerung zurückgreifen muss, man ist hierzu gezwungen, und man wird immer hierzu gezwungen sein, denn nur durch Zusammenarbeit mit der Bevölkerung wird man das Ziel erreichen, um das es sich hier handelt. Daher muss man einen Aufruf erlassen, eine Bittschrift an Männer aller Länder und aller Stände, an die Mächtigen dieser Welt wie an die einfachen Handwerker, denn alle können auf die eine oder andere Weise, jeder in seinem Kreise und seiner Kraft gemäß, irgend etwas zu diesem guten Werke beitragen.

Ein solcher Aufruf müsste sich gleichermaßen an Frauen und Männer wenden, an die Prinzessin zu den Stufen des Thrones ebenso wie an das einfache Dienstmädchen, das als Waise aufgewachsen in ihrer niederen Arbeit aufgeht, oder an die arme Witwe, die niemanden mehr hat in der Welt und ihre letzte Kraft dem Wohle des Nächsten opfern will.

Er müsste sich an den General ebenso wenden wie an den Philanthropen oder den Schriftsteller, der von seinem Schreibtisch aus dank seiner Begabung durch Veröffentlichungen die Frage weitertreiben könnte, welche die ganze Menschheit angeht und im besonderen Sinne jedes Volk, jede Gegend und auch jede Familie, denn niemand kann mit Sicherheit sagen, dass er für immer Schutz genießt gegen die Wechselfälle des Krieges. Wenn ein österreichischer und ein französischer General Seite an Seite an der gastlichen Tafel des Königs von Preußen sitzen und sich freundschaftlich unterhalten können, was sollte sie daran hindern, gemeinsam eine Frage zu untersuchen und zu besprechen, die es so wert ist, ihre Teilnahme und ihre Aufmerksamkeit zu erregen? ...

Die Geschichte einer Idee 1.Teil

Die Geschichte einer Idee 2.Teil

Die Geschichte einer Idee 3.Teil

Die Geschichte einer Idee 4.Teil